Privates Aufforstungsprojekt Kirchberg-Witt
Rena Kirchberg-Witt wurde mitten im 2. Weltkrieg geboren. In diesen Kriegsjahren waren die Erwachsenen überwiegend mit anderen Dingen beschäftigt und hatten wenig Zeit, sich intensiv mit ihren Sprösslingen zu beschäftigen. Als Kind hatte Rena dadurch alle Freiheiten dieser Welt. Nur für Kummer, den ja jedes Kind nun einmal hat, war dann leider auch niemand da.
Aber Rena hatte einen Freund - einen Walnussbaum. In dem ist sie geklettert und hat ihm alles erzählt, die glücklichen und nicht so schönen Ereignisse ihres jungen Lebens.
Das besondere Verhältnis zu Bäumen und Tieren ist bis heute geblieben. Es ist gepaart mit dem Bewusstsein, dass wir alle etwas tun können, damit nachfolgenden Generationen noch eine Chance haben hier zu leben. „Wenn jeder nur einen Baum/Busch für den Klimaschutz pflanzt oder sich als Pate an einem Stück Blühwiese beteiligt, kann schon vieles bewirkt werden“, ist Rena Kirchberg-Witt überzeugt.

Ehepaar Kirchberg-Witt

Das Aufforstungsgebiet
Bedingt durch die trockenen Sommer und den Borkenkäfer hat das Ehepaar Kirchberg-Witt im Außenbezirk von Diepholz einen kleinen Wald roden müssen. Das freie Grundstück sollte aufgeforstet werden und insbesondere wollte das Ehepaar neuen Lebensraum für die Tierwelt in ihrer Region erschaffen. „Wir haben hier bedingt durch meine ganzjährige Fütterung sehr viel heimische Vögel. Es gibt aber auch Igel, die sich jedes Jahr wieder einfinden. Einige habe ich schon fit für den Winterschlaf gemacht. Auch Rehe und Fasane besuchen uns regelmäßig. Hasen werden es leider immer weniger. Hornissen haben bei uns Narrenfreiheit und Wespen sind auch ständige Besucher. Wir haben hier Erdbienen, Wildbienen sowie auch Frösche und insbesondere auch Erdkröten“ berichtet uns Frau Kirchberg-Witt.
Das Ehepaar ist überzeugt, dass es viele Möglichkeiten gibt, sich für die Tier- und Umwelt einzubringen. „Ganz egal, was es auch ist, Hauptsache man tut es“, so Rena Kirchberg-Witt.
Die Beiden haben die Wiederaufforstung ihres frei gewordenen Areals selbst in Angriff genommen. Sie haben in Eigenregie weit über 100 Bäume und Sträucher gepflanzt. „Wir haben etliche Spitzahorn, Elsbeere, 1 Edelkastanie (in Erinnerung an einen lieben Menschen), Felsenbirne (die hervorragend gekommen sind), Faulbaum, Hartriegel (der sich sehr schwer tut), Haselstrauch, Holunder, 1 Sommerlinde, jap. Lärche, Mispel, Buchen (die leider nicht angewachsen sind, wir setzten im Herbst neue, etwas ältere) und Salweide gepflanzt (auch die haben es sehr schwer)“, so Frau Kirchberg-Witt.

Blick in den "Garten"

Pflanzarbeiten