Alarmstufe Rot für unseren Planeten

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Alarmstufe Rot für unseren Planeten

Das Pariser Klimaschutzabkommen verfolgt das Ziel, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf deutlich unter 2 Grad Celsius (°C), möglichst aber auf 1,5 °C, zu begrenzen. Die wissenschaftlichen Ausarbeitungen über mögliche Szenarien der Erderwärmung sind inzwischen vielschichtig, detailliert und auch sehr fundiert.
Bei über 2 Grad wird vielen Menschen die Lebensgrundlage entzogen und das Leben wird sehr lebensfeindlich werden. Bei über 3 Grad werden Trockenheit, Stürme und Überschwemmungen dazu führen, dass unvorstellbar viele Menschen zu Klimaflüchtlingen werden. Bei über 4 Grad werden sehr große Gebiete unserer Erde unbewohnbar. Auch in Europa wird in vielen Ländern die Dürre vorherrschen. Viele Millionen Menschen werden unter Wasserknappheit leiden und an Hitzestress, Infektionen und Unterernährung sterben.

Alle diese Szenarien sind bekannt. Wir werden wohl erst wach werden, wenn wir unmittelbar betroffen sind. Solange es uns gut geht und der Klimawandel nur in den Medien, im Video oder Fernsehen dargestellt wird, ist er weit weg und vermeintlich nicht real. So verhalten sich leider viele Menschen, ganz gleich ob Bürger*innen, Unternehmer*innen oder Politiker*innen.

Im Pariser Klimaabkommen haben sich 197 Staaten verpflichtet, sich selbst Ziele zur Reduzierung ihrer Emissionen zu setzen und diese Ziele alle fünf Jahre zu überprüfen. Konkrete Vorgaben zur verpflichtenden Reduzierung der Treibhausgase gibt es nicht. Wie so oft im Leben, rächt sich diese Freiwilligkeit. Die Bilanz nach fünf Jahren Pariser Klimaschutzabkommen ist erschütternd.

Die Überprüfung der selbst gesteckten Ziele hat inzwischen erstmalig im Februar dieses Jahres stattgefunden. Die Erkenntnisse der Überprüfung sind katastrophal. Die Erderwärmung liegt bereits bei rund 1,2 °C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit und auch die CO2-Konzentration in der Atmosphäre nimmt weiter zu.

Selbst unsere Bundesregierung (Bundes-ministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)) veröffentlicht auf der BMU-Homepage eine 5-Jahresbilanz und erklärt, dass die Welt bislang nicht näher an das Ziel des Übereinkommens herangerückt ist und wir langfristig sogar auf eine Erderwärmung von 3 °C zusteuern. Ein erschreckendes Bekenntnis.

Die Regierungen versagen auf der ganzen Linie. Die UN-Klimachefin Patricia Espinosa beurteilte die aktuelle Situation wie folgt: "Im Moment ist es so, als würden wir ein Minenfeld mit verbundenen Augen betreten. Wir brauchen konkrete Pläne, um so schnell wie möglich aus der fossilen Energiegewinnung auszusteigen". Ein vernichtendes Urteil kam vom UN-Generalsekretär António Guterres: "Alarmstufe Rot für unseren Planeten".

Einige Leser*innen werden diese Aussagen möglicherweise für übertrieben halten, vielleicht etwas erstaunt innehalten und vermutlich in einigen Wochen nicht mehr daran denken. Bei den vielen täglichen Hiobsbotschaften im gesamten Medienspektrum ist das auch nicht verwunderlich.

Wir sagen: Jetzt erst recht! Wir haben nur diesen einen Planeten. Unsere Erde wird das alles überleben. Viele Millionen Menschen vermutlich nicht. Wenn wir unseren Kindern und Kindeskindern eine Chance geben wollen, müssen wir jetzt handeln. Engagieren Sie sich für den Klimaschutz und versuchen Sie, dieses Engagement auf möglichst viele Menschen zu übertragen!

Wir, die Mitglieder von CLIMPROACT, sind jedenfalls entschlossen, dem Klimawandel im Rahmen unserer Möglichkeiten entschlossen zu begegnen. Jede(r) die/der mitmachen möchte, ist herzlich willkommen.

Antrag Fördermitglieder